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Sterben und Tod
im Bergischen Land


von Olaf Link

128 Seiten, 21 x 13 cm, 28 Abb., Broschur
ISBN 978-3-935873-44-4 • 9,80 €


Einführung
Im Folgenden soll gezeigt werden, wie der gesellschaftliche Wandel zwischen Spätmittelalter und Neuzeit sich auch auf den Umgang mit dem Tod und den Toten auswirkte. Dabei wird der Fokus auf jene Region gerichtet, die als das „Bergische Land“ bekannt ist, also auf jene rechtsrheinische Region des Mittelgebirges, die heute die Städte Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal, den Kreis Mettmann, den Oberbergischen sowie den Rheinisch-Bergischen Kreis und Teile des Rhein-Sieg-Kreises umfasst.

Nach einem Rückblick bis hinein ins 16. Jahrhundert verfolgen wir Entwicklungslinien, die bedeutende Veränderungen erkennen lassen, teilweise aber auch in Ausdrucksformen münden, die bis in die Gegenwart hinein Gültigkeit haben.

Bereits etwa tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung haben unsere Vorfahren, die rechts des Rheines siedelten, die Höhen zwischen Wupper und Sieg zur Anlage von Begräbnisstätten genutzt. Die ältesten Zeugnisse aus jener Zeit wurden nahe der im Osten an die Höhen des Bergischen Landes angrenzenden Stadt Siegburg gefunden. In der Ortschaft Schreck, zwischen Siegburg und Much gelegen, sowie nahe des Stadtteils Stallberg stieß man auf Hügelgräber, aus denen man Urnen von mehr als 20 cm Höhe freilegte.

Die uns noch heute geläufigen Formen der Totenbestattung basieren auf der biblisch-israelischen, der hebräisch-jüdischen Kultur. So ist die Erdbestattung der Grablegung Jesu Christi nachempfunden. Feuerbestattungen in Krematorien, wie sie sich etabliert haben, wurden in den genannten Kulturen allerdings strikt als heidnisch abgelehnt, ging man doch von einer leiblichen Auferstehung der Toten aus. Indem die Christen den Tod als Station auf dem Weg zum ewigen Leben deuteten, versuchten sie ihm etwas von seinem Schrecken zu nehmen.

Bestimmt das Sein das Bewusstsein, wie Karl Marx in seiner „Deutschen Ideologie“ darlegte, liegen also den jeweiligen kulturellen Ausdrucksformen stets soziale Erfahrungen zugrunde, so ist auch der Umgang mit Sterben und Tod, wie er zwischen 1500 und 1900 im Bergischen Land sich zeigte, nur aus der Transformation der dortigen gesellschaftlichen Verhältnisse zu verstehen. Das diese Entwicklung nicht eindimensional verlief, klassenspezifische und andere Besonderheiten zu berücksichtigen sind, versteht sich von selbst.


Der Autor:
Olaf Link ist in Solingen geboren und seit langem als engagierter Heimatforscher tätig. Zur Bergischen Regionalgeschichte veröffentlichte er bereits mehrere Bücher. Olaf Link ist Vorsitzender des Kulturforums Solingen e. V. und Mitglied im Bergischen Geschichtsverein.



Sterben und Tod
 

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